19.01.2012
Elefantenkuh "Mausi" gestorben
Seit acht Jahren setzte sich Elefanten-Schutz Europa e.V. für die schwer kranke  Elefantenkuh "Mausi" ein, die im deutschen Circus Voyage gehalten wurde. Unser  Verein forderte ursprünglich, das unter Arthrose leidende Tier zusammen mit  "Anja", einem anderen kranken Elefanten dieses Circusses in eine stationäre Haltung zu überstellen. Doch im Jahr 2008 verstarb "Anja" 32-jährig an Lungenentzündung.
Wenigstens "Mausi" sollte dieses Schicksal erspart bleiben. Doch trotz aller Bemühungen mußte sie weiter - mit anderen  Elefanten - im Circus Voyage bleiben, der eine Abgabe kategorisch ablehnte. Dabei bestand aufgrund der unübersehbaren und beständig zunehmenden Behinderung bereits seit Jahren ein Auftrittsverbot für die Elefantin.

Erst Mitte Januar 2012 änderte der Circus seine Meinung - wahrscheinlich, weil das Tier inzwischen sehr geschwächt war. Sein Halter wollte den Elefanten noch an einen belgischen Zoo verkaufen, transportierte ihn selbst nach Belgien.
Bei der Ankunft von "Mausi" am 17.01.2012 im Zoopark Pairi Daiza lag die Elefantenkuh im Transportwagen fest, obwohl der behandelnde deutsche Tierarzt zuvor eine Transportfähigkeit bescheinigt hatte. 
Trotz der Bemühungen der erfahrenen belgischen Tierärzte gelang es nicht, das Tier wieder aufzurichten. "Mausi" verstarb im Alter von  circa 30 Jahren.

"Mausis" Tod beweist, was unserem Verein und Experten wie Frau Dr. Marion Garaї schon seit Jahren klar war: „Dieser Elefant war seit langem transportunfähig - und hätte deshalb gar nicht mehr im Circus gehalten werden und herumreisen dürfen!“ – so Diplombiologe Tobias Dornbusch vom Verein Elefanten-Schutz Europa e.V.  Leider zeugt dieser Fall auf tragische Weise auch vom völligen systematischen Versagen der staatlichen Kontrollen und Gefälligkeitsgutachten des behandelnden Tierarztes. 

Obwohl die Gesetze es verbieten, ist es Circussen in Deutschland in der Praxis möglich, sichtlich schwerstkranke Tiere bis zum bitteren Ende mit sich herum zu schleppen und ihnen somit fortdauernd erhebliche Schmerzen und Leiden zu bereiten.
Nur sterben sollten sie möglichst woanders.
 
 
Für den Vorstand: Jürgen Schilfarth, Dipl.-Biol. Tobias Dornbusch