Oktober 2012

Zum Tod von Elefantenkuh "Chumpol" im Zoo Köln

Am 02. Mai 2012 starb Elefantenkuh "Chumpol" an Verletzungen, die sie durch  Angriffe anderer Elefanten erlitten hatte. Unserem Verein liegen Augenzeugenberichte, Fotos und ein Video vor, auf denen zu sehen ist, dass "Chumpol" bereits in den 2 Tagen vor ihrem Tod immer wieder von mehreren anderen Weibchen attackiert wurde. Elefanten-Schutz-Europa hat beim Kölner Zoo nachgefragt, warum "Chumpol" trotz der andauernden heftigen Aggressionen nicht zu ihrem Schutz abgetrennt wurde, und hat dem Zoo auf Anfrage das uns vorliegende Material zur Verfügung gestellt. Eine endgültige Antwort steht noch aus. Sobald diese vorliegt, werden wir darüber berichten. Das Video können Sie nachfolgend anschauen:

Bereits jetzt ist aber festzustellen, dass Elefanten-Schutz-Europa die bisherige Einschätzung von Zoodirektor Theo Pagel und Elefantenkurator und Tierarzt Dr. Behlert, es handele sich bei der Tötung von "Chumpol" um einen ganz natürlichen Vorgang, wie er auch im Freiland vorkommen könne, nicht teilt. In der Natur leben Elefanten in Familien aus eng miteinander verwandten Weibchen und deren Kälbern. Aggressive Auseinandersetzungen kommen nur zwischen Elefantenbullen und zwischen einander fremden Kühen vor. Kämpfe um die Rangordnung gibt es innerhalb einer Familie nicht (vgl. dazu http://www.european-elephant-group.com/hintergrund_zoo.htm ).

Im Gegensatz  dazu ist die Kölner Elefantenherde keine gewachsene Familie, sondern eine  zusammengewürfelte Gruppe aus sieben unverwandten erwachsenen Kühen. Dass die in dieser Gruppe seit Jahren immer wieder auftretenden Streitigkeiten jetzt eskaliert sind, überrascht nicht.  

 

Vergleichen sie hierzu auch den Schriftwechsel zwischen Elefanten-Schutz Europa und der Leitung des Kölner Zoos in: Eine Tragödie mit Ansage - Artikel der Ausgabe 22 des Elefanten-Magazins

Die Vorgeschichte: Beachten Sie hierzu in unserem News-Archiv die Kritik von Elefanten-Schutz Europa an den ersten Kämpfen im Jahr 2006 sowie die darauffolgende Antwort von Herrn Dr. Behlert.

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