Keine Beanstandungen

Im Sommer 2003 wurde - nach wiederholten, teilweise ganztägigen Beobachtungen und Hinweisen unseres Vereins sowie anderer Tierschutzorganisationen - der Circus Giovanni Althoff in der Nähe von Hannover durch eine Behördenvertreterin und einen Amtstierarzt besucht.
Das Resultat bei der Prüfung der Elefantenhaltung: Keine Beanstandung!
Kurze Zeit später starb im Circus Giovanni Althoff die ca. 22-jährige Afrikanische Elefantenkuh „Samba”. Nach diesem Todesfall gab der Circus Althoff seine letzte Afrikanische Elefantenkuh „Sikkim” an den Zoo Osnabrück „freiwillig” ab.

Die Abbildung oben zeigt den erbärmlichen Zustand der ca. 24-jährigen „Sikkim” direkt nach der Ankunft im Zoo, wo nun versucht wird, das jämmerlich heruntergekommene Tier noch bestmöglich zu pflegen und zu ernähren. „Sikkim” ist seit Jahren verkrüppelt (Hinterbeine) und extrem unterernährt - sie wiegt nicht einmal die Hälfte eines gut ernährten, gleichaltrigen Zooelefanten und hat mit 24 Jahren die Höhe eines ca. 8-jährigen normal gewachsenen Elefanten.
Die Behauptung „Sikkim” wäre in Deutschland mit einer Behinderung geboren worden, ist eine Lüge. Der Elefant wurde als Kalb aus Afrika importiert.

Elefantenschicksale wie das der Elefantenkuh „Sikkim” sind in deutschen Circussen keine Einzelfälle. Seit 1989 starben in deutschen Circussen nachweislich 43 Elefanten, d.h. rund ein Drittel des Circusbestandes teilweise unter erbärmlichen Bedingungen, davon 23 Asiatische und 20 Afrikanische Elefanten. Bei den verstorbenen Afrikanischen Elefanten ist das Durchschnittsalter beim Tod ca. 16 Jahre. Über 80% der Afrikaner im Circus haben Untergewicht und enorme Wachstumsrückstände - offensichtlich eine Folge von Mangelernährung und Stress.
Beachten Sie auch den Beitrag auf Seite 23.