Archiv Unfälle


März 2016

Fort Worth Zoo (Texas, USA): Elefantenpfleger von 2-jährigem Kalb angegriffen und verletzt

Bereits im September 2015 ereignete sich ein schwerer Zwischenfall im Elefantenrevier im Zoo Fort Worth: ein 2-jähriges Asiatisches Elefantenkalb attackierte eine 37-jährige Pflegerin, die aufgrund der Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Zoo verschwieg den Vorfall, der erst durch die Recherchen eines Fernsehsenders bekannt wurde. Nähere Angaben zu dem Hergang des Angriffs und den erlittenen Verletzungen verweigert der Zoo Fort Worth, der bis heute versucht, den Bericht über den Vorfall zu verhindern; auch Informationen darüber, wie in Zukunft die Sicherheit der Elefantenpfleger gewährleistet werden soll, gibt der Zoo nicht heraus. im Zoo Fort Worth leben derzeit nur zwei Elefantenkälber, die als Verursacher des Unfalls in Frage kommen: Kuhkalb „Bluebelle“ (geboren im Juli 2013) und Bullkalb „Bowie“ (geboren im August 2013). Dass Elefantenkälber beider Geschlechter bereits ab dem Alter von zwei Jahren für ihre Pfleger lebensgefährlich werden können, ist in Zoos und Zirkussen lange bekannt; dabei gelten gerade zoogeborene Elefanten als besonders gefährlich, da sie weniger Scheu vor dem Menschen haben als Tiere, die in der Wildnis geboren wurden. Dennoch ignorieren immer noch viele Zoos die Gefahr, die von Elefantenkühen und Kälbern ausgeht und weigern sich, das Haltungssystem auf den sicheren Geschützten Kontakt umzustellen. Auch aus dem Zoo Fort Worth ist bekannt, dass mit Ausnahme der erwachsenen Bullen alle Elefanten im Direkten Kontakt gepflegt werden, was die Ursache des Unfalls vom September 2015 darstellen dürfte. Ein ähnlicher Vorfall kann sich jederzeit auch in Deutschland ereignen: in den Zoos Hannover und Wuppertal sowie im Tierpark Hagenbeck und im Tierpark Berlin werden auch hierzulande zoogeborene Elefantenjungtiere im „gefährlichen“ Alter unter Außerachtlassung aller Gefahren im Direkten Kontakt gehalten, obwohl die Richtlinien der Zooverbände EAZA und AZA allen Zoos bereits seit Jahren eine Umstellung der Haltung auf den sicheren Geschützten Kontakt empfehlen und dies auch zur Gewährleistung des Tierschutzes dringend erforderlich wäre.


August 2015

Circus Freiwald in den Niederlanden: Schon wieder ein Elefant ausgebrochen

Am Sonntag, den 16. August 2015 ereignete sich der nächste Ausbruch eines Circuselefanten. Diesmal war es die Afrikanische Elefantenkuh „Buba“ des deutschen Circus Freiwald, der in den Niederlanden reist. Wie es dazu kam, dass sich „Buba“ selbstständig machen konnte, ist nicht bekannt. Davon, wie sie unbeaufsichtigt über einen Flohmarkt in der niederländischen Stadt Noordwijkerhout „bummelt“, gibt es allerdings sogar ein Video, das hier zu sehen ist:

http://www.telegraaf.nl/binnenland/24383340/__Circusolifant_maakt_ommetje__.html

Wie immer bei solchen Vorfällen erklärten Circusleute der Presse hinterher, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden hätte und dass „Buba“ eigentlich mit einem lieben Hund vergleichbar sei. Dass durch ausgebrochene bzw. außer Kontrolle geratene Circuselefanten, die zuvor von ihren Circusbetreuern als ebenso „lieb“ beschrieben wurden, in den letzten Jahren in Europa zwei Menschen getötet und mehrere weitere Personen verletzt wurden und außerdem immer wieder hoher Sachschaden entstand, wird vollständig ausgeblendet.

Erfreulicher Weise haben die Niederlande aber bereits die Konsequenzen daraus gezogen - bereits am 15. September 2015 tritt ein Wildtierverbot für reisende Circusse in Kraft.


Juli 2015

Elefanten des Circus Arena in Dänemark außer Kontrolle: Sachschaden und eine Verletzte

Bei einem von mehreren Circusmitarbeitern begleiteten Spaziergang der drei Afrikanischen Elefantenkühe „Lara“, „Jenny“ und „Junglar“ des Circus Arena in Karrebæksminde (Dänemark) kam es am 11. Juli 2015 – nur knapp einen Monat, nachdem in Deutschland ein Spaziergänger von einem ausgebrochenen Circuselefanten getötet worden war - zu einem schweren Zwischenfall.

Wie auf diesen Videos (https://www.facebook.com/bettina.vallentin/videos/10204581812250230/ und aus einer anderen Perspektive http://nyhederne.tv2.dk/samfund/2015-07-11-cirkus-optog-ude-af-kontrol-her-gaar-elefant-amok-paa-bil) zu sehen ist, wurden die drei Tiere, die von hunderten Zuschauern umringt waren, sehr nervös, ohne dass es den Betreuern (u.a. dem deutschen Tiertrainer Rudi Althoff)  gelang, sie zu beruhigen. Auf dem Weg zurück zum Circusgelände stieß eine der Kühe eine Frau zu Boden, die dadurch Verletzungen am Kopf erlitt (Min. 2:19 des ersten Videos). Einige Minuten später – den Circusleuten war es inzwischen gelungen, die stark erregten Elefanten bis zum Rand des Circusplatzes zu führen – griff eine der beiden anderen Elefantenkühe mehrere Personen an und demolierte ein Auto schwer (ab Min. 5:66 des ersten Videos). Auf beiden Videos ist deutlich zu sehen, dass die Betreuer über alle drei Tiere die Kontrolle verloren hatten und dass die meisten Passanten keinerlei Vorstellung davon hatten, wie gefährlich die Situation für Leib und Leben war. Es grenzt an ein Wunder, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.

Die Videos beweisen auch, dass die Behauptung von Circusfreunden, Elefanten seien nicht gefährlich, wenn sie unter der Aufsicht des Circuspersonals stünden, falsch ist. Bei diesem Vorfall handelte es sich auch nicht um den ersten Zwischenfall mit diesen drei Elefanten: Im Juli 2014 brachen „Jenny“ und „Junglar“ aus ihrem Gehege aus und verursachten in Rudkobing eine Panik. Nur einen Monat später konnten dieselben beiden Tiere nochmal aus ihrem Paddock entkommen.

Spätestens seit dem Vorfall am 11. Juli 2015 in Karrebæksminde steht fest, dass die drei Elefantenkühe im Circus nicht mehr zu kontrollieren sind und eine große Gefahr für ihre Betreuer, alle Circusbesucher und auch unbeteiligte Passanten darstellen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich der nächste – womöglich noch schlimmere - Vorfall ereignet. Die dänischen Behörden sollten sofort einschreiten und die Tiere in einem Zoo unterbringen, bevor ein Mensch getötet wird.


Dezember 2014

Zoo Karlsruhe - Nach Recherchen der European Elephant Group sind mehrere Unfälle durch bzw. Angriffe von Elefanten im Zoo Karlsruhe bekannt geworden


Juni 2015
 
Spaziergänger in Baden-Württemberg von Circuselefant getötet
 
Am 13. Juni 2015 entkam die ca. 31-jährige Afrikanische Elefantenkuh "Baby"/ "Benjamin" vom Circus Luna bzw. Circus Frankordia (Direktion Familie Frank) am frühen Morgen vom Circusgelände in Buchen (Baden-Württemberg) und tötete einen unbeteiligten Passanten. Um eine Beschlagnahme durch die Behörden zu vermeiden, gab der Circus die Elefantenkuh am Tag nach dem Vorfall an den Safaripark Stukenbrock ab, wo jetzt insgesamt vier Afrikanische Elefanten gehalten werden.
 
Wie es genau dazu kommen konnte, dass "Baby" unbeaufsichtigt ihr Stallzelt verlassen konnte, wird jetzt von Polizei und Staatsanwaltschaft untersucht. Noch ist unklar, ob Versäumnisse seitens des Circuspersonals oder ein Einwirken Dritter eine Rolle gespielt haben. Es ist auch möglich, dass sich das Tier selbst befreien konnte.
 
Ausbrüche von Circuselefanten sind in europäischen Circussen nicht selten. Nur drei Tage nach der tödlichen Attacke von "Baby" tauchte im dänischen Svenstrup ein entlaufener Circuselefant auf einem Kinderspielplatz auf. Meistens gibt es bei solchen Vorfällen nur Sachschaden, aber der Todesfall in Buchen ist kein Einzelfall: so starb im September 2013 in der Nähe von Paris ein 84-jähriger Mann durch die Attacke eines entlaufenen Circuselefanten.
 
In den allermeisten Fällen sind Elefantenausbrüche nicht von Dritten verschuldet,  sondern ein Zusammenwirken von Nachlässigkeit des Circuspersonals mit dem Umstand, dass Elefanten Wildtiere sind, die aufgrund ihrer Körperkraft (ein erwachsener Elefant wiegt ca. 3-4 Tonnen!) unter den Bedingungen eines reisenden Circus niemals sicher gehalten werden können. Gehegeabsperrungen, die stark genug sind, Tiere dieser Größe sicher zu beherbergen, können nicht transportiert werden. In den meisten deutschen Circussen stehen Elefanten deshalb tagsüber hinter einem dünnen Zaun aus Elektrodraht, obwohl lange bekannt ist, dass solche Zäune für Elefanten nicht ausbruchssicher sind!
 
Auch von "Baby" sind zwischen 2001 und Januar 2015 sechs Ausbrüche und ein  Ausbruchsversuch, teilweise mit Sachschaden, dokumentiert - ohne dass Einwirken Unbeteiligter eine Rolle gespielt hätte. Ihre Aggressivität gegenüber Menschen ist ebenfalls lange bekannt: Seit dem Jahr 2000 wurden mindestens vier Circusbesucher durch sie z.T. schwer verletzt. 2010 verletzte sie einen Familienvater so schwer, dass dieser eine Niere verlor und im künstlichen Koma lag. Die Gefährlichkeit von "Baby" wurde von der Familie Frank trotzdem stets geleugnet und von den Behörden  trotz zahlreicher Warnungen u.a. vom Verein Elefanten-Schutz-Europa bis zu der tödlichen Attacke ignoriert, u.a. deshalb, weil ein Gutachten eines Verhaltensforschers, der für seine unkritische Einstellung gegenüber Circussen "berüchtigt" ist, den Elefanten trotz aller Warnzeichen als harmlos und hervorragend sozialisiert eingestuft hatte.
 
"Baby" lebt jetzt in einem Zoo in einem sicheren Gehege unter besseren Haltungsbedingungen, als es irgendein reisender Circus bieten kann und stellt keine Gefahr mehr für Circusbesucher oder Passanten dar. Zudem hat sie nach mehr als einem Jahrzehnt der Einzelhaltung endlich wieder Artgenossen zur Gesellschaft. Die Gefahr durch die nach "Baby´s" Abgabe im Reisebetrieb verbleibenden ca. 50 anderen deutschen Circuselefanten besteht jedoch fort. Ein Vorfall wie am 13. Juni 2015 in Buchen kann sich mit einem anderen Circuselefanten jederzeit wiederholen.

Oktober2014

Circuselefanten: Ausbruchsserie geht weiter

Am 27. September und am 30. Oktober 2014 ging die Ausbruchsserie von Circuselefanten in Europa weiter. Bei dem Vorfall am 27. September war es die ca. 33-jährige Afrikanerkuh „Rambo“, Eigentümer B. Kaselowsky, die im Circus Dannebrog engagiert ist und sich selbstständig machte. Sie tauchte im Garten eines Bewohners im dänischen Ort Vojens auf. Dort zerstörte sie einen Zaun und richtete im Garten Schäden an; Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Ein ganz ähnlicher Vorfall ereignete sich am 30. Oktober 2014 im niederländischen Ort Delden (bei Hengelo). Diesmal war es eine der beiden Asiatischen Elefantenkühe des deutschen Circus Renz-Berlin, die vom Circusgelände ausgebrochen war und in einem Gemüsegarten wieder gefunden wurde (http://www.nieuwsuitdelden.nl/2014/11/ontsnapte-olifant-teruggevonden-deldense-moestuin/). Derartige Vorfälle sind für Passanten und Anwohner hochgefährlich und haben das Potential, tödlich zu enden. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Behörden selbst bei wiederholten Ausbrüchen desselben Elefanten keinerlei Konsequenzen ziehen.


September 2014

Gründer der Auffangstation „Hope Elephants“ in Maine/USA                         von Elefantenkuh getötet

Am Morgen des 9. September 2014 starb Dr. James Laurita (56), Tierarzt, Gründer der Organisation „Hope Elephants“ und Elefantenpfleger, an Verletzungen, die ihm die ca. 45-jährige Asiatische Elefantenkuh „Rosie“ zufügte.

James Laurita reiste von 1977 bis 1983 mit dem nordamerikanischen Circus Carson & Barnes und arbeitete dort u.a. als Elefantenpfleger, bevor er Veterinärmedizin studierte und sich als Tierarzt selbstständig machte. 2011 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Tom Laurita die Organisation „Hope Elephants“ mit dem Ziel, für die an Arthrose erkrankte Circuselefantin „Rosie“, die er aus seiner Zeit beim Circus kannte, auf seinem Grundstück im Ort Hope (Maine/USA) eine Unterkunft zu bauen und ihr dort die beste tiermedizinische Behandlung zukommen zu lassen. Tierschützer kritisierten das Vorhaben von Anfang mit den Argumenten, dass das Klima in Maine für Elefanten nicht geeignet, Einzelhaltung nicht artgerecht und „Rosie“ in einer der beiden etablierten US-amerikanischen Auffangstationen für Elefanten in Hohenwald, Tennessee (The Elephant Sanctuary) und San Andreas, Kalifornien (PAWS) viel besser aufgehoben sei. Außerdem wurde auch das Haltungssystem „Direkter Pflegerkontakt“ bemängelt. Laurita setzte sein Vorhaben jedoch durch und baute einen an sein Wohnhaus angrenzenden Elefantenstall sowie ein ca. 4000 m² großes Außengehege. Im Oktober 2012 erhielt er aus der stationären Elefantenstation des Circus Carson & Barnes in Hugo/Oklahoma nicht nur „Rosie“, sondern für diese zur Gesellschaft auch die heute ca. 42-jährige „Opal“. Zahlreiche Bilder der Elefanten und der Anlage finden sich hier: http://www.buzzfeed.com/chelseamarshall/meet-the-two-elephants-who-are-changing-the-future-of-elepha#4jdpj0j

Beide Elefanten wurden von James Laurita und seiner Familie wie im Circus üblich unter Verleugnung der Gefahren im Direkten Kontakt betreut. Am 9. September 2014 wurde James Laurita von seiner Ehefrau tot im Elefantengehege aufgefunden. Die Obduktion bestätigte, dass er an Verletzungen im Brustbereich, hervorgerufen durch Gewaltanwendung, starb. Tom Laurita geht in seiner Stellungnahme davon aus, dass sein Bruder im Elefantengehege aus unbekannter Ursache stürzte und von „Rosie“ bei deren Versuch, ihm zu helfen und ihn mit ihren Füßen und Rüssel auf die Beine zu stellen, versehentlich verletzt wurde. Solche absurden Erklärungsmuster nach dem Motto, das Tier „wollte nur helfen“ oder „wollte nur spielen“ sind nach tödlichen Attacken durch Elefanten oder Raubtiere gerade im Circusmilieu üblich, entbehren aber jeglicher Grundlage. In den allermeisten Fällen, in denen Menschen in Zoo oder Circus durch Elefanten zu Schaden kommen und deren Hergang durch Augenzeugen und zum Teil sogar durch Bildmaterial dokumentiert ist, gibt es keinerlei Zweifel daran, dass es sich um eine absichtliche Attacke handelte. Elefanten sind sehr gut in der Lage, ihre Kräfte beim Umgang mit Jungtieren und anderen Lebewesen inklusive ihrer menschlichen Betreuer genau zu dosieren.

Ab September 2014 müssen aufgrund der unkalkulierbaren Risiken im direkten Umgang mit Elefanten dann alle Zoos, die bei der nordamerikanischen Zooorganisation AZA akkreditiert sind, im Grundsatz den sicheren Geschützten Kontakt anwenden. Damit werden schwere Unfälle zuverlässig verhindert, aber es steht zu befürchten, dass diejenigen Zoos in den USA und Kanada, die bisher aus ideologischen Gründen am direkten Kontakt mit Dominanztraining nach Circusart festhalten, für sich Ausnahmeregelungen in Anspruch nehmen werden.

„Rosie“ und „Opal“ werden nach dem Tod von James Laurita nun zu der stationären Elefantenstation „Endangered Ark Foundation“ des Circus Carson & Barnes in Oklahoma zurückkehren. Da beide Tiere nur an James Laurita ausgeliehen waren und weiter im Eigentum des Circus stehen, ist ein Transfer in einen Zoo mit einer modernen Elefantenanlage oder gar eines der beiden spezialisierten „Elephant Sanctuaries“  leider ausgeschlossen.


August 2014

Ausbruch von drei Afrikanischen Circuselefanten in Vedbaek/ Dänemark

Am 9. August 2014 brachen die drei Afrikanischen Elefantenkühe des dänischen Zirkus Arena bei einem Gastspiel in Vedbaek in der Nähe von Kopenhagen aus ihrem Freigehege aus und konnten erst 15 Minuten später wieder von den Circusmitarbeitern eingefangen werden. Glücklicherweise kam dabei kein Mensch zu Schaden. Anwesende Besucher, die die Elefanten gefüttert hatten und den Zwischenfall direkt miterlebten, äußerten sich gegenüber der Presse belustigt über den Vorfall – Ergebnis der Propaganda von Circussen und Zoos mit Elefantenhaltung im Direkten Kontakt, die den Besuchern vorgaukeln, dass man Elefanten gefahrlos wie Haustiere halten kann. Das war schon der zweite Ausbruch der Arena-Elefanten innerhalb eines Monats – bereits am 10. Juli ereignete sich in Rudkobing ein ähnlicher Vorfall. Dass bei solchen und ähnlichen Zwischenfällen bereits Menschen getötet wurden (zuletzt im September 2013 in Frankreich), wird von Circusleuten und Behörden nicht nur in Dänemark leider immer noch ignoriert.

http://ekstrabladet.dk/nyheder/samfund/article4958125.ece


März 2014

Tote Elefantenpfleger im Dai Nam Zoo (Vietnam) und Kunming (China)


In den letzten Wochen kam es zu zwei weiteren tödlichen Unfällen mit Elefanten in asiatischen Zoos.
Am 23. Dezember 2013 tötete der 9-jährige Asiatische Elefantenbulle „Ca“ im Dai Nam Zoo (Vietnam)  seinen langjährigen  Pfleger, der das Gehege betreten hatte, um Malerarbeiten durchzuführen. Unmittelbar nachdem der Mann den Stall betreten hatte, drückte ihn der Elefant gegen eine Betonwand und warf ihn in ein Wasserbecken. Nach Zooangaben sei „Ca“ normalerweise sehr friedlich und werde regelmäßig aus dem Stall geholt, damit ihn Besucher sehen können. Vietnamesische „Experten“ wollen den ungewohnten Farbgeruch als Angriffsursache ausgemacht haben. Angesichts solch hanebüchener Erklärungsversuche, die mit den wirklichen  Ursachen nicht das geringste zu tun haben, steht zu befürchten, dass durch „Ca“ in Zukunft noch weitere Menschen zu Schaden kommen werden. An eine Umstellung auf Elefantenhaltung im sicheren „geschützten Kontakt“ denkt in asiatischen Zoos bis heute niemand.


Am 19. Februar 2014 wurde ein 46-jähriger Elefantenpfleger tot im Elefantengehege des Zoo Kunming (Provinz Yunnan, China) aufgefunden. Der Zoo hält eine große Zuchtgruppe Asiatischer Elefanten. Das Geschlecht des 21-jährigen Elefanten, der nach Presseberichten den Unfall verursacht hat und den der Mann seit 10 Jahren betreut hatte, ist unklar. Obwohl es keine Zeugen für den Vorfall gibt, gibt es aufgrund der Kopfverletzungen des Elefantenpflegers keine Zweifel daran, dass er von dem Elefanten angegriffen wurde.


März 2014

Der 3. Ausbruch eines Circuselefanten innerhalb weniger Monate in Italien
 

Nach Vorfällen am 7. November und am 6. Dezember 2013 kam es am 20. Februar 2014 schon wieder dazu, dass eine Asiatische Elefantenkuh aus einem italienischen Circus, diesmal im ca. 100 km von Rom entfernten Ort Terracina, entkommen konnte und bei ihrem „Ausflug“ Panik bei den Passanten auslöste. Ob es sich wieder um die Elefantenkuh des Circus Amadeo Orfei handelt, ist aber unklar. Nach Presseberichten gelangte das Tier bis zum Wochenmarkt, bevor es wieder eingefangen werden konnte.


Oktober 2013

Elefantenpfleger im Dickerson Park Zoo (Springfield, USA) getötet


Am 11.10.2013 starb der 62-jährigen Elefantenpfleger John Bradford im Dickerson Park Zoo durch eine Attacke der ca. 41-jährigen Asiatischen Elefantenkuh „Patience“. Der Vorfall ereignete sich nach Presseangaben, als „Patience“ zögerte, den Behandlungsstand, der Boxen und Außengehege verbindet, zu betreten. Bradford, der seit 25 Jahren Elefantenmanager des Zoos war, lehnte sich daraufhin durch das Gitter in den Gang und versuchte, sie mit dem Elefantenhaken zu erreichen. Daraufhin stürmte die Elefantin vorwärts, schlug ihn zu Boden und tötete ihn sofort.


„Patience“ und die zweite Elefantenkuh des Zoos, „Moola“, sind bereits in der Vergangenheit aggressiv gegen Menschen geworden. Beide wurden deshalb offiziell im Geschützten Kontakt betreut.  Geschützter Kontakt kann die Sicherheit der Elefantenpfleger allerdings nur dann gewährleisten, wenn die Pfleger tatsächlich niemals ohne Schutzbarriere an den Elefanten heran treten. Dass die Elefantenpfleger im Dickerson Park Zoo gegen den Grundsatz des Geschützten Kontakts nicht nur bei dem verhängnisvollen Vorfall am 11.10.2013 verstoßen haben, ergibt sich nach Presseberichten bereits aus dem Akkreditierungsbericht der nordamerikanischen Zooorganisation AZA von 2012. Zudem zeigt sich derzeit in Nordamerika der Besorgnis erregende Trend, die eigentliche Definition des Geschützten Kontakts aufzuweichen.  Als „Geschützter Kontakt“ werden teilweise auch Managementregime bezeichnet, die den Pflegern gestatten, direkt ohne Barriere an die Tiere heran zu treten, solange die Elefanten angekettet sind. Dass in einem solchen System natürlich der Elefantenhaken unverzichtbar ist und das Training weiter auf Dominanzbasis mit Bestrafung bei Nichtgehorsam stattfindet, versteht sich (fast) von selbst. Unter diesen Voraussetzungen ist ein Sicherheitsgewinn aber völlig illusorisch, denn die Ursachen für die zahlreichen Unfälle im traditionellen Direkten Kontakt werden nicht beseitigt: Der Elefant wird nach wie vor vom Menschen dominiert, unterdrückt und bestraft, und hat gleichzeitig weiterhin die Möglichkeit, direkt an den Pfleger heran zu kommen, denn eine Ankettung an den Beinen schränkt die Bewegungsfreiheit des Rüssels und Kopfes nicht ein.  


Die völlige Unwissenheit, die alle Beteiligten in Springfield jetzt wie nach jedem Angriff im Hinblick auf die Ursache für die Aggressivität von „Patience“ vorspielen, lässt sich nur aus Heuchelei bezeichnen, denn aus der Geschichte der Elefantenhaltung in Springfield ist belegt, dass auch dort – und zwar zu Zeiten, als das jetzige Opfer John Bradford bereits in leitender Funktion im Elefantenhaus tätig war – Elefanten im Namen der Aufrechterhaltung des Direkten Kontakts schwer misshandelt wurden. Die aus Seattle zur Zucht eingestellte Elefantenkuh „Chai“ wurde am 23.08.1998  kurz nach ihrer Ankunft in Springfield gegen Pfleger aggressiv und wurde danach zur Disziplinierung angekettet und dann verprügelt. Dieser Vorfall wurde später von den Behörden als Tierquälerei gewertet und mit einer Geldbuße bestraft. Es liegt auf der Hand, dass die früheren Aggressionen von „Moola“ und „Patience“ gegen ihre Pfleger ebenfalls Prügel zur Folge hatten.


September 2013

Circuselefantin tötet 84-jährigen Mann in Frankreich


Der Ausbruch der ca. 30-jährigen Afrikanischen Elefantenkuh „Tanya“ („Samba“) des französischen Circus „Cirque d‘Europe“ endete im September 2013 in einer Katastrophe. Bei einem Gastspiel in Lizy-sur-Ourq ca. 70 km östlich von Paris entkam die Elefantenkuh am Nachmittag des 08.09.2013 aus ihrem mit einem Stromdraht gesicherten Paddock, indem sie eine Plane auf den Zaun warf. Die Elefantin, die bereits in der Vorstellung kurz zuvor erregt gewesen sein soll, brach dann durch die Absperrungen um den Circusplatz und traf auf eine Gruppe Menschen beim Boulespiel. Sie schlug den 84-jährigen mit dem Rüssel nieder, trat auf ihn ein und verletzte ihn dabei so schwer, dass er in der Nacht von Sonntag auf Montag im Krankenhaus starb. Der Bruder des Opfers hat jetzt Strafanzeige gegen den Circus gestellt; was weiter mit „Tanya“, die schon vorher aggressiv gegen Menschen gewesen sein soll, geschehen wird, ist völlig offen. Es bleibt zu hoffen, dass sie möglichst schnell in einem Zoo untergebracht wird, in dem sie sicher in Geschütztem Kontakt gehalten werden kann. Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, dass die Haltung von Elefanten in Strompaddocks wegen der Ausbruchsgefahr nicht zu verantworten ist – eine solche Tragödie kann sich jederzeit auch in Deutschland ereignen, denn auch hierzulande greifen fast alle Circusse auf Stromzäune zurück, um ihren Elefanten ein Freigehege zu schaffen. Mit ca. 40 Elefanten, die in deutschen Circussen ständig unterwegs sind und von denen mehrere nachweislich bereits durch aggressives Verhalten gegen Menschen aufgefallen sind, ohne dass die Behörden einschreiten würden, ist das Unfallpotential enorm.


August 2013

Unfallserie mit deutschen Circuselefanten beim Circus Maximum, S

Seit Frühjahr 2013 ereigneten sich im schwedischen Circus Maximum mindestens vier teilweise schwere Zwischenfälle unter Beteiligung von Circusbesuchern mit den beiden Elefantenkühen ... weiterlesen


April 2013

Pressemitteilung von ELEFANTEN-SCHUTZ EUROPA e.V.:
Nach Unfallserie: Elefantenpfleger im Tierpark Berlin weiter in Lebensgefahr

Am Mittwoch, den 27.03.2013 ereignete sich lt. Medienberichten im Tierpark Berlin erneut ein schwerer Unfall mit einer Elefantenkuh: Asiatin „Frosja“ (33 Jahre) stieß ... weiterlesen

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März 2013

Neuer Elefantenangriff im Tierpark Berlin – Fortsetzung eines Debakels

Am Mittwoch, den 27.03.2013 ereignete sich im Tierpark Berlin erneut ein schwerer Unfall mit einer Elefantenkuh: Die schwer kranke Asiatin „Frosja“ (33 Jahre) stieß ... weiterlesen

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Januar 2013

Konsequenzen aus dem Unfall im Taronga Zoo, Sydney


Die Taronga Conservation Society Australia, die den Taronga Zoo in Sydney und den Western Plains Zoo in Dubbo betreibt, hat am 15.01.2013 den Abschlussbericht betreffend der fast tödlichen Attacke des 2-jährigen Elefantenbullens „Pathi Harn“ gegen ... weiterlesen

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Januar 2013

Vereinsanfrage im Zoo Karlsruhe bzgl. der Sicherheitsvorkehrungen - inhaltslose Antwort aus Karlsruhe

Nicht nach den ersten beiden Anfragen, sondern gleichzeitig mit unserem dritten Versuch zur Kontaktaufnahme zur Leitung des Zoos Karlsruhe, erhielten wir Post ...
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28. November 2012

Pressemitteilung von Elefanten-Schutz Europa e.V. bzgl. Zoo Karlsruhe

Sehr geehrte Damen und Herren,                                                                                                                                                    

mit diesem Schreiben und den ergänzenden Dokumenten möchte Elefanten-Schutz  Europa e.V. Ihre Aufmerksamkeit auf ein Problem lenken, das durch mehrere ... weiterlesen

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21. Oktober 2012

Unfallserie in Zoos und Circussen setzt sich fort

Gleich drei schwere Unfälle mit einem Toten und zwei Schwerverletzten ereigneten sich in den letzten Tagen... ...weiterlesen

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Oktober 2012

Update Unfälle durch Afrikanerkuh Baby=Benjamin/Circus Luna

Oktober 2012: Baby schlägt nach einem  12-jährigen Besucher, bricht dem Kind den Kiefer

September 2010: Baby verletzt bei einem Fototermin einen Familienvater (26) und dessen Baby schwer

Januar 2010: Ausbruch in Thalfingen, Spaziergang auf Bahngleisen

November 2009: Baby öffnet während eines Transportes ihre Wagentüren; diese beschädigen drei Autos

März 2009: Ausbruch in Biedenkopf

November 2001: Ausbruch in Aschersleben mit Sachschäden

April 2001: Ausbruch in braunlage mit Sachschäden

07.08.2000: Passantin (32) schwer verletzt, Kind geschockt

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Juli 2012

Die Situation im Zoo Duisburg  

Im Januar 2012 wurde im Zoo Duisburg ein Elefantenpfleger von der 22-jährigen Afrikanerkuh "Saiwa" verletzt. Seitdem steht "Saiwa" getrennt von den beiden anderen Elefantenkühen im Bullenstall bzw. tagsüber auf der Bullenanlage. Eine Umstellung auf "Geschützten Kontakt" hat der Zoo zwar bereits im Frühjahr angekündigt, konnte dies jedoch nur teilweise umsetzen. Die Tore zwischen dem Stall der Elefantenkühe und der  Außenanlage können nicht von außen bedient werden. Deshalb findet das Ein- und Aussperren der beiden Elefantenkühe "Daisy" und "Etoscha" jedoch nach wie vor im Direkten Kontakt statt. Die Gefährdung der Pfleger vor allem durch "Daisy", die bereits früher Pfleger verletzt hat, dauert damit an. Dieser Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass Zoos vorausschauend planen und ihre Elefantenanlagen für "Geschützten Kontakt" umrüsten lassen, bevor es zu einem Unfall kommt und ein Elefant aggressiv wird.  

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Dezember 2011 - Mai 2012

Unfallberichte Nagazin 21

Zoo Duisburg - Angriff duirch Saiwa

Franklin Par Zoo, NZL - Angriff durch Mila

Historie: Acht Fälle stat nur einem im Zoo Saarbrücken

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05. Januar 2012
Elefanten-Schutz Europa engagiert sich für den Geschützten Kontakt

Mit der beigefügten Pressemitteilung (welche überregional und an weitere Zoos und Behörden verteilt wird) und den ergänzenden Dokumenten möchte Elefanten-Schutz Europa e.V. Ihre Aufmerksamkeit auf ein Problem lenken, das durch mehrere Ereignisse in deutschen Zoos in der jüngsten Vergangenheit Eingang in die regionale und überregionale Berichterstattung fand: Zooelefanten, die Tierpfleger angreifen und dabei schwer verletzen oder sogar töten.

Der Elefant ist, wie die Unfallstatistik leider zeigt, das gefährlichste Wildtier in Menschenobhut – bei Anwendung neuer Erkenntnisse und tiergerechter Haltungssysteme muss dies jedoch nicht sein. Die entsprechenden Informationen bzw. Erläuterungen dazu finden Sie kompakt in den angehängten Dokumenten.

Zu dem hier thematisierten Aspekt der Elefantenhaltung gibt es seitens unseres Vereins weitere umfangreiche Veröffentlichungen, die wir Ihnen auf Anfrage gerne auch elektronisch zur Verfügung stellen.

Elefanten-Schutz Europa ist es ein Anliegen, dieses lange vertuschte und oft falsch dargestellte Problem ins Bewusstsein von Öffentlichkeit, Politik und verantwortlichen Personen zu rücken - mit dem Ziel, eine Lösung zu finden bzw. umzusetzen, die das Leben von Tierpflegern genauso sicherstellt wie Wohlbefinden und Gesundheit von Elefanten. Deshalb gehen diese Dokumente zeitgleich lokalen Medien, den zuständigen Behördenvertretern sowie den betreffenden zoologischen Einrichtungen zu, um für alle Beteiligten den gleichen Wissensstand als Diskussionsgrundlage sicherzustellen.

Anlagen:

Pressemitteilung des Vereins

Unfallstatistik in deutschen Zoos von 1860 - 2011


Für den Vorstand
Jürgen Schilfarth – Vorsitzender
Olaf Töffels – stv. Vorsitzender

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Juni 2011 bis November 2011

Unfallberichte Magazin 20

Zoo Augsburg - Angriff durch Sabi

Zoo Magdeburg - Angriff durch Burma

Zoo Krefeld - Angriff durch Rhena und Mumtas Mahal

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Dezember 2010 bis Mai 2011

Unfallberichte Magazin 19

Zoo Knoxville/USA - Angriff durch Edie

Zoo Dvur Kralove/CZ - Unfall mit Umbu

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Juni 2010 bis November 2010

Unfallberichte Magazin 18

Zoo Toledo/USA - Angriff durch Nachzuchtbulle Louie (7 J.)

Circus Luna - Angriff durch Baby/Benjamin v

Circus Don Carlos - Angriff durch Tonga

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Dezember 2009 bis Mai 2010

Unfallberichte Magazin 17 

Zoo Duisburg - Angriff durch Daisy

Zoo Whipsnade/UK - Angriff durch Azizah

Zoo Dresden - Angriff durchThabo-Umasai

Pressemitteilung von Elefanten-Schut´z Europa zum Unfall in Dresden

Widerlegung der Aussagen des Dresdner Zoodirektors Ukena zu den Umständen des Unfalls

Anmerkungen zu haltungsbedingten Unfällen am Beispiel Thabo-Umasai

Zoo Belgrad/SRB - Angriff durch Twiggy

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Februar 2009

Der Tierpark Berlin stellt das Haltungssystem der Afrikanergruppe auf "hands off" um

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Juni bis Oktober 2008

Unfallbericht Magazin 14

Zoo Ramat Gan/IL - Angriff durch 1,0 E.m. Motek

Tierpark Berlin - 3 Angriffe durch Afrikanische Elefanten

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Oktober 2002

Versäumnisse der Zoos in Sachen Unfallvorbeugung

Elefanten-Schutz Europa stellt ein Sicherheitskonzept für Zoos vor:

Doppelbox-System (DB-System)

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